Kreativität als pädagogische Haltung

Kunstschule Lingen zertifiziert 10 Fachkräfte für ästhetische Bildung

Bereits zum vierten Mal konnte die Kunstschule Lingen am vergangenen Freitag im feierlichen Rahmen Zertifikate an pädagogische Fachkräfte aus dem Elementarbereich übergeben. In 100 Unterrichtsstunden haben die Teilnehmerinnen seit September 2016 „Kreativität als pädagogische Haltung“ in Theorie und Praxis in der Kunstschule und in ihren Einrichtungen erlernt und erprobt. Dabei geht es um das Vermitteln der vielfältigen Methoden der Ästhetischen Bildung, mit der Kinder in ihrer ganzheitlichen Entwicklung gefördert werden können.

Die Ästhetische Bildung hat schon eine lange Tradition an den Kunstschulen und ist ein fester Bestandteil ihrer pädagogischen Arbeit – vor allem im frühkindlichen Bereich. Auf Initiative des Landes Niedersachsen und mit Förderung des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur wurde seit 2012 in Kooperation des Landesverbandes der Kunstschulen und der Agentur für Erwachsenenbildung durch Kunstschulen in Zusammenarbeit mit dem Europahaus Aurich die kompetenzorientierte Qualifizierung Fachkraft Ästhetische Bildung entwickelt. Damit wurde den Kunstschulen als Orte kultureller Bildung vor allem in der frühkindlichen Bildungsarbeit eine besondere Bedeutung zugemessen. „Und wir sind stolz, dass sich die Kunstschule Lingen, als eine von 15 niedersächsischen Kunstschulen dafür qualifiziert hat“, sagt Stadtkämmerin Monika Schwegmann in Ihrem Grußwort. Sie gratuliert den Absolventinnen herzlich und wünscht ihnen, dass sie viele kreative Impulse mit in die eigene pädagogische Arbeit hineinnehmen und das neu erworbene Wissen an viele Kinder weitergeben werden. Schwegmann betont, dass die Förderung der Bildungsarbeit besonders im frühkindliche Bereich, ein elementares Anliegen der Stadt Lingen sei. Somit hofft sie, dass die Kunstschule im Oktober 2018 mit dem fünften Durchgang „Fachkraft Ästhetische Bildung“ starten kann.
Dass es bei der Ästhetische Bildung nicht um „Schönheit“ sondern um das Fördern der Wahrnehmung mit allen Sinnen geht erläutern die beiden Referentinnen der Fortbildung, Silvia Elfert und Elke Schürhaus. Besonders anschaulich und überzeugend zeigten sie außerdem, dass Ästhetische Bildung als Lernprinzip auch Erwachsenen Zugänge zu ihrer eigenen Neugier, Gestaltungsfreude und Reflexionsfähigkeit eröffnet.
Kunstschulleiterin Annette Sievers, dankte sowohl den beiden Referentinnen für ihre engagierte, kreative und professionelle Arbeit, als auch den Kooperationspartnern der Fachschule St. Franziskus, vertreten durch Schulleiter Dr. Ludger Mehring, und dem LWH für die gute Zusammenarbeit.
Im Anschluss an die Zertifikatsübergabe waren alle Gäste eingeladen zu einem Rundgang durch die Kunstschule, in deren Räumen die beeindruckenden Präsentationen der verschiedenen Praxisarbeiten zu sehen waren.