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Kreativ(Frei)tage 2016

Auch 2016 bietet die Kunstschule Lingen wieder das offene Programm am Freitagnachmittag an. Ohne Voranmeldung kann an dem Angebot in den Räumen der Kunstschule teilgenommen werden. Ob mit Groß-/Eltern, Geschwistern oder Freunden – hier darf mit Spaß gemalt, gezeichnet, gedruckt, geformt, gestaltet, gebaut und experimentiert werden. Die Kinder werden angeregt und ermutigt ganz persönliche Ideen kreativ umzusetzen und unterschiedlichen Themen mit verschiedenen Techniken und Materialien zu begegnen.

Alter: 4- 10 Jahre mit Begleitperson

Wann: Freitag, 15:00  – 17:00 Uhr

Termine: 22. Januar/ 5. und 17. Februar/ 4. März/ 8. und 22. April/ 13. und 27. Mai/ 10. Juni/ 26. August/ 9. und 23. September/ 21. Oktober/ 11. und 25. November/ 9. Dezember 2016

Kosten: 5,00 Euro pro Kind, inkl. Materialkosten

Für Flüchtlinge und Zugewanderte kostenfrei

Ausstellung Kreativ(Frei)tage

Die Ausstellungseröffnung findet im Rahmen des zweiten landesweiten Kunstschultages statt. Wir öffnen an diesem Tag unsere Türen und laden unter dem Motto Kunstschulen verbinden Welten zu einem kreativen Programm für Groß und Klein ein.

Wann: Samstag, 11. Juni 2016, 14:00 – 17:00 Uhr

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Neue FÄB Termine

Die berufsbegleitende Qualifizierung richtet sich vorrangig an Fachkräfte, die in der frühkindlichen Bildung in Krippen oder im Elementarbereich tätig sind, ist darüber hinaus aber durchaus interessant für Sozialassistenten, Heil- und Sozialpädagogen sowie für den Bereich Flüchtlingshilfe. Ziel ist es, die Teilnehmer mit den vielfältigen Methoden der ästhetischen Bildung vertraut zu machen. Sie erhalten dabei konkrete Anregungen zu einer alltagsintegrierten Ästhetischen Bildung, mit der Kinder in ihrer ganzheitlichen Entwicklung unterstützt werden können.

Die Qualifizierung schließt mit dem Zertifikat „Fachkraft Ästhetische Bildung“. Seit 2015 liegt eine unabhängige Begutachtung dieser Fortbildung vor. Damit wurde sie auf Bachelor-Niveau eingestuft und kann auf Hochschulstudiengänge angerechnet werden.

Die Maßnahme umfasst insgesamt 100 Unterrichtsstunden Theorie und Praxis, beinhaltet das Basismodul „Grundlagen der Ästhetischen Bildung“ und zwei Fachmodule „Ästhetische Bildung und Vielfalt“ sowie „Ästhetische Bildung und Kinder unter Drei“.

Basismodul:

Freitag, 23.09.2016 von 9:00 – 17:00 Uhr

Samstag, 24.09.2016 von 9:00 – 17:00 Uhr

Freitag, 30.09.2016 von 9:00 -17:00 Uhr

 

FM/ U3:

Freitag, 21.10.2016 von 9:00 – 17:00 Uhr

Freitag: 18.11.2016 von 9:00 – 17:00 Uhr

 

FM/ Vielfalt:

Freitag, 20.01.2017 von 9:00 – 17:00 Uhr

Freitag, 27.01.2017 von 9:00 – 17:00 Uhr

 

Abschlusspräsentation:

Freitag 07.04.2017 von 9:00 – 15:00 Uhr

 

Ort: Kunstschule Lingen
Referentinnen: Silvia Elfert, Elke Schürhaus

 
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann fordern Sie das Bewerbungsformular bei uns an. Weitere Informationen erhalten die durch unseren Flyer, der als Download für Sie hier
zur Verfügung  steht oder unter Tel. (0591) 4077

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Frauen verarbeiten Gewalterfahrungen in Projekt von SKF und Kunstschule

Lingener Tagespost, 12.03.2016

 

Lingen. Der SKF Lingen und die Kunstschule Lingen haben das Projekt „Kunst und Trauma“ ins Leben gerufen. Frauen verarbeiten darin Gewalterfahrungen.

Horizontal sind die Farben im Bild von Margot Henssler (Name von der Redaktion geändert) angeordnet. Unten ein dunkles Blau über Dunkelrot, Rosa und Gelb bis zu einem leuchtenden Grün am oberen Bildrand. „Ich wollte damit ausdrücken, dass ich immer weiter aus dem Dunklen raus bis ins Helle gekommen bin“, erklärt die Teilnehmerin am Projekt „Kunst und Trauma“. Wie die anderen sechs Teilnehmerinnen des Projektes hat sie in ihrer Ehe Gewalt erfahren. „Die Frauen haben vielfältige Gewalterfahrungen. Sie haben körperliche Gewalttätigkeiten unter anderem in Form von Schlägen, Würgen, sexueller Gewalt bis hin zu Mordversuchen erlebt.“

Selbstbild gerät ins Wanken

Psychische Gewalt äußere sich in Drohungen, Demütigungen, Beschimpfungen, Verboten und Kontrolle“, sagte Monika Olthaus-Göbel jetzt in ihrer Begrüßungsansprache auf dem Flur des Sozialdienstes katholischer Frauen (SKF) in Lingen. Das gesamte Selbstbild dieser Frauen gerate ins Wanken; sie seien zutiefst traumatisiert, erklärt die Diplom-Sozialarbeiterin, die auch Traumapädagogin ist. Um die Traumatisierten für ihre eigene Wahrnehmung und ihre Bedürfnisse zu sensibilisieren und sie wieder zu stärken, hat der SKF gemeinsam mit der Kunstschule Lingen das Projekt „Kunst und Trauma“ ins Leben gerufen. Finanziert wurde es vom Inner Wheel Lingen, dem weiblichen Pendant des Rotary Clubs.

Symbolträchtige Schritte

„Danke für diesen Anstoß“, wandte sich Elke Schürhaus an die Vertreterinnen des Inner Wheel. Schürhaus ist Kunsttherapeutin und hat mit sieben betroffenen Frauen von Mai bis Dezember des letzten Jahres alle vierzehn Tage intensiv an dem Projekt gearbeitet. Symbolträchtig waren die einzelnen Schritte. So wurde beispielsweise ein Kreis zunächst in Tortenstücke eingeteilt und diese dann nacheinander ausgefüllt – „man kann nicht alles auf einmal bearbeiten“. Oder es wurde zu einem Termin Essen mitgebracht unter dem Motto „was hat mir im Leben geschmeckt und was nicht“. Daraus entstanden ist ein kleines Bild, das Margot Henssler mit Beerenfotos aus Zeitschriften beklebt hat. „Für mich symbolisiert das: Auch, wenn ich nicht viel habe, aber ich kann mir trotzdem wieder etwas gönnen.“

Projekte sollen weitergeführt werden

Henssler gehört zu den Frauen, die es geschafft haben, sich aus der gewalttätigen Beziehung zu befreien. Andere Frauen, die im Projekt dabei waren, sind noch nicht so weit. Die Gespräche und der Gruppenzusammenhalt neben der künstlerischen Betätigung seien besonders wichtig gewesen. „Diesen Weg könntest du auch gehen. Aber jede ist anders. Wir haben es schon geschafft; damit haben wir den anderen Mut machen können“, betont sie, die ihr Leben jetzt neu geordnet hat. Ein Höhepunkt im Projekt war eine Fahrt ins Coda Museum in Apeldoorn. Dieser wurde vom Büro der Gleichstellungsbeauftragten Angelika Roelofs finanziert. Daraus entstanden Papierigel. Zu welchen künstlerischen Ergebnissen die einzelnen Teilnehmerinnen jede für sich oder in Gemeinschaft auch kamen: „Solche Projekte sollen weitergeführt werden. Diese Gruppenarbeit hat mich darin bestärkt zu sehen: Wir Frauen sind stark. Wir können etwas und wir sind wertvoll“, dessen ist sich Margot Henssler inzwischen wieder sicher.

Die Ausstellung der vielfältigen Gemälde, Skulpturen, Papierigel etc. kann während der Bürozeiten des SKF in der Bögenstraße 12 in Lingen besichtigt werden.

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Neue Angebote für Schüler/innen, Jugendliche und Erwachsene !

58 Designatelier III – Digitale Fotobearbeitung mit GIMP NEU!

Pimp dein Foto! Lerne das kostenlose Fotobearbeitungsprogramm GIMP kennen. Es bietet dir viele kreative Möglichkeiten deine Fotos zu gestalten. Nutze Licht, Kontrast, Filter und den Kopierpinsel um deinen Fotos einen individuellen Look zu verpassen. Bei der Wahl deiner Motive bist du ganz frei. Wenn du den Umgang mit dem Freistellungswerkzeug erlernen willst, fotografiere bitte auch einzelne Gegenstände oder Pflanzen.

Bring bitte ca. 10 selbstgeschossene Fotos als JPG-Dateien auf einem USB-Stick mit!

Alter: ab 14 Jahre
Dauer: 2 Nachmittage
Wann: Samstag 14.05. & 21.05.2016, 15:00-18:00 Uhr
Leitung: Andrea Niemeyer
Kosten: 28,00 €
Mitbringen: 10 Fotos (JPG) auf USB-Stick

 

59 Zeichnen im Manga- & Comic-Stil NEU!

Bist du ein Manga- oder Comic-Fan? Hier lernst du im Manga- und Comic-Stil zu zeichnen. Lerne typische Gesichter, Haare und Posen kennen. Du kannst auch verschiedene Schattierungen und Colorationen ausprobieren. Entwickle eine Manga-/Comic-Seite oder ein Bild im Manga-/Comic-Stil.

Alter: ab 10 Jahre
Dauer: 4 Nachmittage
Wann: Mittwoch 25.05 – 15.06.2016, 16:00-17:30 Uhr
Leitung: Andrea Niemeyer
Kosten: 28,00 €

 

33 Lange Mal-Nacht

Ein Abend mit Gleichgesinnten im Mal-Atelier und ein Bild malen – für alle, die gerne malen möchten, aber sich bisher noch nicht so recht trauten. Berge versetzen können wir nicht, aber es kann ein Einstieg in die Welt der Malerei sein. Bitte mitbringen: viel Lust und gute Laune. Wer auf Leinwand malen möchte, sollte diese mitbringen – alles andere liegt bereit. Nur Mut!

Alter: Jugendliche und Erwachsene
Wann: Freitag, 13.5.2016, 18.30 – 23.00 Uhr
Leitung: Paul Wessler
Kosten: 26,00 € für Erw. inkl. kleinem Snack / Jugendliche bekommen 7% Preisnachlass

 

34 Druckwerkstatt am Wochenende

Die Radierung ist eine faszinierende Drucktechnik mit unendlich vielen Gestaltungsmöglichkeiten und technischen Variationen. All das wollen wir kennen lernen und eigene künstlerische Ideen in wertvolle Drucke auf Büttenpapier realisieren. Drucken ist immer wieder spannend!

Alter: Jugendliche und Erwachsene
Wann: 27.5.2016, Freitag 17.00 – 21.30 Uhr und 28.5.2016, Samstag 11.00 – 17.00 Uhr
Leitung: Paul Wessler
Kosten: 52,50 € für Erwachsene/ Jugendliche bekommen 7% Preisnachlass

 

Der Flyer für diese Angebote steht Ihnen hier als Download zur Verfügung !

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Das neue Programmheft für das erste Halbjahr 2016 ist da!!!!

Wir freuen uns Ihnen und Euch wieder ein umfangreiches, buntes und kreatives Programm präsentieren zu können. Es umfasst vielseitige Angebote für alle Generationen in Lingen und unseren Außenstellen in Baccum, Emsbüren und Spelle. Neben den etablierten Kursen im Bereich Malerei, Ton- und Holzarbeiten, Druck und plastischem Gestalten bietet es u.a. wieder eine Fortbildungsreihe zur Fachkraft Ästhetische Bildung, die Kreativ(Frei-)tage, Ferien- und Wochenendwerkstätten, Kunstschulfrühstücke, Kurse und Aktionen in Kooperation mit dem Christophoruswerk, dem TPZ, der Kunsthalle Lingen und dem Kulturzentrum Centralkino.

Unser Team wünscht Ihnen und Euch mit dem neuen Programm viel Spaß und kreative Freude!

 

Hier steht das Programm 1/2016 als Download zur Verfügung

Und hier findet man einen Video-Bericht zum neuen Programm, der auf der Internetseite der Lingener Tagespost erschienen ist.

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Annette Sievers neue Leiterin der Kunstschule Lingen

Lingener Tagespost, 25. September.2015

 

Die Kunstschule Lingen hat eine neue Leiterin. Zum 1. Oktober ist Annette Sievers aus Meppen als die Nachfolge von Evelyn Adam angetreten, die zum 1. September die Kunstschule in Osnabrück übernommen hat.
„Der Vorstand des Lingener Kunstvereins ist froh, nach so kurzer Zeit eine kompetente Nachfolgerin gefunden zu haben“, erklärten Meike Behm und Peter Leuschner in einem Gespräch mit der Redaktion. Annette Sievers ist Diplom-Restauratorin und für die Mitglieder des Kunstvereins keine Unbekannte, da sie schon seit einem Jahr für die Kunsthalle im Bereich der Kunstvermittlung tätig ist. Außerdem stehen die emsländischen Kunstschulen untereinander im ständigen Austausch und somit auch mit Annette Sievers, die an der Kunstschule im Meppener Kunstkreis seit 14 Jahren Kurse für Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene durchführt.
„Es ist für mich eine tolle Chance, an dieser renommierten Kunstschule zu arbeiten,“ freut sich die 41-Jährige auf ihre neue Aufgabe. Der einzige Wermutstropfen liegt für sie darin, dass sie ihre derzeitige Tätigkeit als Geschäftsführerin des Kulturkreises Impulse , die sie erst am 15. Juni 2015 angetreten hatte, aufgeben muss. „Ich habe mir diesen Schritt lange überlegt, da ich auch sehr angetan bin von der engagierten Arbeit des Kunstkreises“, so Sievers weiter. Doch in dem Bereich, der nun vor ihr liege, habe sie die größeren Erfahrungen, die sie dann auch einbringen möchte. Ebenso habe die Aussicht auf eine unbefristete Stelle für sie als dreifache Mutter zu der Entscheidung beigetragen. Ihr sei nun ein guter Übergang für die Frerener Stelle wichtig, betont sie. „Die Projekte dort werde ich weiter begleiten, bis ein Nachfolger gefunden ist“, verspricht sie.

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Kann künstlerische Betätigung heilen?

Lingener Tagespost, 25. August 2015

Ja, sie kann den seelischen Heilungsprozess voranbringen, meinen die beiden Kunsttherapeutinnen Natalie Heinen und Elke Schürhaus. Die beiden Frauen kennen sich von ihrer Tätigkeit als freiberufliche Dozentinnen an der Kunstschule Lingen.

Auf unterschiedlichen Wegen sind sie zu ihrem Beruf gekommen.

Heinen ist 27 Jahre alt. Nach dem Realschulabschluss hat sie eine Ausbildung zur Raumausstatterin gemacht. „Das hat mir Spaß gemacht, aber ich wollte noch mehr in den kreativen Bereich gehen, strebte nach freierem Arbeiten“, erzählt die Lingenerin. Ihr Fachabitur holte sie an der Fachoberschule Gestaltung nach, und dort hörte sie vom Studiengang Kunsttherapie. In Ottersberg hinter Bremen wurde sie nach einer Orientierungswoche und einer Mappenpräsentation angenommen. „Das Studium war sehr praxisorientiert. Neben dem Ausprobieren vieler Materialien waren natürlich auch Pädagogik und Psychologie Inhalte an der Hochschule für Künste im Sozialen“, erklärt die Absolventin. Mit diesem Abschluss hat Heinen einige Jahre an der Fachklinik Holte-Lastrup mit Suchtkranken gearbeitet, bis zu deren Schließung. Die eigene Bildsprache entwickeln Also Kunstunterricht in der psychosomatischen Klinik? „Nein, bitte vergleichen Sie mich niemals mit Ihrem Kunstlehrer! Das sage ich meinen Patienten immer. Ich habe keine inhaltlichen Vorgaben, und ich benote nicht. Es ist zwar schön, wenn jemand ein tolles Bild gemalt hat, aber darum geht es nicht. Es sollte nicht das Ziel der Kunsttherapie sein, dass alle hinterher van Goghs sind“, wird Heinen hier sehr deutlich, und ihre Kollegin Schürhaus stimmt absolut zu: „In der Kunsttherapie darf jeder seine eigene Bildsprache entwickeln. Kunsttherapeuten sind nicht am Objekt interessiert, sondern es geht um den Prozess, wie der Patient zu dem Werk gelangt.“ Schürhaus ist rund doppelt so alt wie Heinen und ist auf einem anderen Weg zur Kunsttherapie gekommen. „Ich bin Erzieherin. Im Theaterpädagogischen Zentrum (TPZ) Lingen habe ich viel gemacht, bis ich selber zu einer Kur musste. Kaum hatte ich den Schlüssel zum TPZ abgegeben, da bekam ich den Schlüssel zur Kunstschule mit“, beschreibt die Thuinerin ein buchstäbliches Schlüsselerlebnis, das sie mit 37 Jahren hatte. Kunsttherapie für Schmerzpatienten Schürhaus ist überzeugt davon, dass das Leben aus solchen Schlüsselerlebnissen besteht, und schon als sie berufsbegleitend Heilpädagogik studiert hat, hatte sie mit dem Gedanken gespielt, Kunsttherapie anzubieten. In der Zukunftswerkstatt therapie kreativ in Neukirchen-Vluyn bei Duisburg fand sie schließlich ihre Ausbildungsstätte. „Ich habe schon Projekte mit dem Frauenhaus, aber auch mit Schmerzpatienten durchgeführt“. Dr. Waltraud Krone-Öing vom Bonifatius-Hospital Lingen habe gern Kunsttherapie für Schmerzpatienten anbieten wollen, erzählt Schürhaus weiter. Im Krankenhaus gebe es aber kein Atelier, und so sei man auf die Kunstschule zugekommen. Zwei Wochen seien diese Patienten zur Intensivbehandlung im Hospital, und an den Wochenenden bestehe nun das Angebot der Kunsttherapie am Universitätsplatz. „Viele kommen erst einmal zum Kennenlernen hierher. Es gibt so viele Patienten, die seit der Grundschulzeit nicht mehr gemalt haben. Die sind oft erst unsicher“, erzählt Schürhaus. Auch Heinen kann das bestätigen: „Gerade Männer sitzen manches Mal mit verschränkten Armen am Tisch und sagen: Weißer Adler auf weißem Grund, das ist jetzt mein Werk. Ich frage dann: Wie sieht denn Ihr Adler aus? Und versuche so, sie aus der Reserve zu locken. Oft steckt dahinter, dass die Patienten Angst haben, etwas zu offenbaren, was sie eigentlich nicht äußern wollten.“ Vertrauensaufbau sei sehr wichtig. Als Kunsttherapeutin brauche man eine unglaubliche Wahrnehmungsfähigkeit: Wie fühlt sich der Patient? Welches Material tut ihm gut? Braucht er mehr Unterstützung oder mehr Freiheit? Über das Malen zum Erzählen Gerade bei den Schmerzpatienten sei es häufig ein Anfang, dass die Patienten zunächst einmal ihre Hände spürten. Sie dürfen dann mit den Händen malen, und Schürhaus könne sehen, wie sie die Hände halten, ob sie beispielsweise Blockaden haben. „Manche malen dann mit Inbrunst zwei Stunden lang und kommen darüber ins Erzählen“. Die Kunsttherapeutinnen gehören zum Therapeutenteam und gehen auch mit in die Teamsitzungen. Erfahrungen aus der Kunsttherapiestunde können dann als Anknüpfungspunkte für die Ärzte dienen. „Der Erfolg von Kunsttherapie ist aber nicht messbar“, betont Schürhaus. Und Stellen seien rar gesät. Daher sei es wichtig, diverse Bereiche zu erlernen, um sich zu etablieren. Heinen beginnt daher im Herbst ein Studium in Sozialpädagogik / sozialer Arbeit an der Medikon in Nordhorn. In ihrem Praktikum beim Kinderschutzbund Lingen würde sie gern kunsttherapeutische Angebote machen.

 

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INKLUSION.Schritte

Holzstelen der Inklusion im Stadtpark

Zur Abschlusspräsentation unseres Jahresprojektes INKLUSION.Schritte, anlässlich des 50. Jubiläums des Christophorus Werkes, wurden die Holzstelen der Inklusion am Samstag, den 18.07.2015, im Stadtpark am Amtsgericht feierlich eingeweiht. Ebenso gab es parallel zum Stadtfest der Inklusion auch Mitmach-Aktionen von uns: eine Holzstele wurde kreativ mit „Gedankenplättchen“ ergänzt, mit Füßen, Rollator und unterschiedlichen Schuhe Spurenbilder entwickelt und die Projektausstellung „SCHRITTE.gemeinsam wege gehen“ der Ateliers „Farbenfroh“ und „Kunterbunt“.
Weitere Infos und Bilder hier.

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Lange Mal Nacht: Kunstschule Lingen

 

 

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Mit Bonusangebot 2015: Qualifizierung “Fachkraft Ästhetische Bildung”

Kunstschule Lingen zertifiziert pädagogische Fachkräfte

Im Januar 2015 startete die Kunstschule Lingen zum zweiten Mal mit einem Fortbildungsprogramm für Erzieherinnen und Erzieher, welches am 26. Juni 2015 mit einem Zertifikatsabschluss “Fachkraft Ästhetische Bildung” endet. Wer die Qualifizierung 2014 oder 2015 erfolgreich abgeschlossen hat, erhält im Jahr 2015 zusätzlich zwei Fachmodule kostenfrei.

Weitere Eindrücke finden Sie hier.

Der Flyer dazu steht Ihnen hier zur Verfügung.

 

 

Weitere Artikel zu den Aktionen der Kunstschule finden Sie in unserem Newsarchiv!