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Kunstschulen im Emsland: „Äpfel“ für alle Sinne

Äpfel ( Ästhetisches Programm fürs Emsland) im doppelten Sinne bilden im nächsten Halbjahr einen Schwerpunkt in der Kunstschule Lingen. Foto: Caroline Theiling

Lingen. Gerade erschienen ist das neue Programm der Kunstschule Lingen mit vielen verschiedenen abwechslungsreichen und kreativen Angeboten für das zweite Semester 2017. Darüber hinaus erwartet alle Kunstschulfreunde in diesem Semester etwas Besonderes: Äpfel.
Wie Annette Sievers, Leiterin der Kunstschule, in einem Gespräch mit der Redaktion erklärte, steht Äpfel für Ästhetisches Programm fürs Emsland und ist ein Gemeinschaftsprojekt der vier emsländischen Kunstschulen in Freren, Lingen, Meppen und Papenburg für dieses und das nächste Halbjahr. Der Apfel werde sowohl als konkretes Objekt als auch Symbol für die prozessorientierte Kunstschularbeit im Bereich der Ästhetischen Bildung in vielen neuen Angeboten und Aktionen der Kunstschule eine Rolle spielen. „Da gibt es das „Äpfel-Labor“ als offenes Atelier ohne Voranmeldung für Kinder, eine Apfel-Nacht, eine Apfel-Projektwoche mit der Grundschule Gauerbach, Ferienaktionen rund um den Apfel, Kochen und Backen mit Äpfeln und eine digitale Ausstellung unter dem Titel „Apfel im Quadrat“, bei der alle die Gelegenheit haben, kreativ mitzugestalten,“ nannte sie einige Beispiele. Auch der langjährige Kooperationspartner, das Christophorus-Werk, werde sich mit dem Atelier Farbenfroh auf Sinnesreise zum Thema Äpfel begeben.

Erhältlich ist das Programm ab sofort in der Kunstschule, in der Kunsthalle und in vielen öffentlichen Gebäuden sowie hier als PDF-Download:20170618_Kunstschule_Programm_02-2017_DINLang_WEB

Kreativer Austausch mit jungen Polen in Lingen

Lingen. Eine Internationale Sommerakademie der Kunstschule Lingen findet zurzeit in Zusammenarbeit mit dem Franziskusgymnasium und dem Jugendkulturzentrum Młodzieżowy Dom Kultury (MDK) in Lidzbark Warmiński (Polen) statt.

Verdutzt bleiben manche Passanten auf dem Marktplatz stehen und bestaunen das seltsame Treiben kleiner Gruppen junger Menschen. Einige hantieren mit Spiegeln, andere watscheln in bunten Shirts im Gänseschritt über den Platz, ein paar Jugendliche knüpfen ein Netz aus Wollfäden um den Märchenbrunnen, an dessen Rand sich in riesige Folien verhüllte Jugendliche aufstellen.

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“Begegnung und Bewegung”

Internationale Sommerakademie 2017 – Kunstschule Lingen 11.-18. Juni 2017

Ein internationaler Austausch stellt immer eine Gelegenheit dar, in eine andere Kultur einzutauchen.
Insbesondere die Auseinandersetzung mit Kunst und das gemeinsame kreative Schaffen und Gestalten bieten vielfältige Möglichkeit der Begegnung, des besseren Verständnisses füreinander, ein soziales Miteinander und das Kennenlernen und Sich-Öffnen für neue und fremde Sichtweisen und Haltungen.DSC_0416

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„Kunstschulen bewegen“ Semesterausstellung 1/2017

Arbeitsergebnisse aus dem vielfältigen Angebot der Kunstschule Lingen
12.6.-9.7.2017
Wasserturm und Aktionsgalerie der Kunsthalle Lingen, Kaiserstr. 10 a

Zur Eröffnung der Ausstellung im Rahmen des landesweiten Kunstschultages am Sonntag, den 11.6.2017, um 15 Uhr, laden wir Sie und Euch mit Familie, Freundinnen und Freunden herzlich ein.

Begrüßung: Meike Behm , Direktorin Kunsthalle Lingen
Grußwort: Siegfried Gladis, Geschäftsstellenleiter Sparkasse Emsland, Lingen, Am Markt
Einführung: Annette Sievers, Leiterin Kunstschule Lingen

Im Anschluss : kreative und „bewegte“ Mit-Mach-Aktionen für alle!

Gefördert durch:
Sparkasse Emsland
Stadtwerke Emsland

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Kreativität als pädagogische Haltung

Kunstschule Lingen zertifiziert 13 Fachkräfte für ästhetische Bildung

Bereits zum dritten Mal konnte die Kunstschule Lingen am vergangenen Freitag im feierlichen Rahmen Zertifikate an pädagogische Fachkräfte aus dem Elementarbereich übergeben. In 100 Unterrichtsstunden haben die Teilnehmerinnen seit September 2016 „Kreativität als pädagogische Haltung“ in Theorie und Praxis in der Kunstschule und in ihren Einrichtungen erlernt und erprobt. Dabei geht es um das Vermitteln der vielfältigen Methoden der Ästhetischen Bildung, mit der Kinder in ihrer ganzheitlichen Entwicklung gefördert werden können.

Die Ästhetische Bildung hat schon eine lange Tradition an den Kunstschulen und ist ein fester Bestandteil ihrer pädagogischen Arbeit – vor allem im frühkindlichen Bereich. Auf Initiative des Landes Niedersachsen und mit Förderung des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur wurde seit 2012 in Kooperation des Landesverbandes der Kunstschulen und der Agentur für Erwachsenenbildung durch Kunstschulen in Zusammenarbeit mit dem Europahaus Aurich die kompetenzorientierte Qualifizierung Fachkraft Ästhetische Bildung entwickelt. Damit wurde den Kunstschulen als Orte kultureller Bildung vor allem in der frühkindlichen Bildungsarbeit eine besondere Bedeutung zugemessen. „Und wir sind stolz, dass sich die Kunstschule Lingen, als eine von 15 niedersächsischen Kunstschulen dafür qualifiziert hat“, sagt Stadtkämmerin Monika Schwegmann in Ihrem Grußwort. Sie gratuliert den Absolventinnen herzlich und wünscht ihnen, dass sie viele kreative Impulse mit in die eigene pädagogische Arbeit hineinnehmen und das neu erworbene Wissen an viele Kinder weitergeben werden. Schwegmann betont, dass die Förderung der Bildungsarbeit besonders im frühkindliche Bereich, ein elementares Anliegen der Stadt Lingen sei. Somit hofft sie, dass die Kunstschule im September 2017 mit dem vierten Durchgang „Fachkraft Ästhetische Bildung“ starten kann.
Dass es bei der Ästhetische Bildung nicht um „Schönheit“ sondern um das Fördern der Wahrnehmung mit allen Sinnen geht erläutern die beiden Referentinnen der Fortbildung, Silvia Elfert und Elke Schürhaus. Besonders anschaulich und überzeugend zeigten sie außerdem, dass Ästhetische Bildung als Lernprinzip auch Erwachsenen Zugänge zu ihrer eigenen Neugier, Gestaltungsfreude und Reflexionsfähigkeit eröffnet.
Kunstschulleiterin Annette Sievers, dankte sowohl den beiden Referentinnen für ihre engagierte, kreative und professionelle Arbeit, als auch den Kooperationspartnern der Fachschule St. Franziskus, vertreten durch Schulleiter Dr. Ludger Mehring, und dem LWH für die gute Zusammenarbeit.
Im Anschluss an die Zertifikatsübergabe waren alle Gäste eingeladen zu einem Rundgang durch die Kunstschule, in deren Räumen die beeindruckenden Präsentationen der verschiedenen Praxisarbeiten zu sehen waren.

Kreativ(Frei)tage 2017

Auch 2017 bietet die Kunstschule Lingen wieder das offene Programm am Freitagnachmittag an. Ohne Voranmeldung kann an dem Angebot in den Räumen der Kunstschule teilgenommen werden. Ob mit Groß-/Eltern, Geschwistern oder Freunden – hier darf mit Spaß gemalt, gezeichnet, gedruckt, geformt, gestaltet, gebaut und experimentiert werden. Die Kinder werden angeregt und ermutigt ganz persönliche Ideen kreativ umzusetzen und unterschiedlichen Themen mit verschiedenen Techniken und Materialien zu begegnen.

Alter: 4- 10 Jahre mit Begleitperson

Wann: Freitag, 15:00  – 17:00 Uhr

Termine:  24. Februar/ 10.und 24. März/ 28. April/ 12. Mai/ 9. Juni/ 18. August/ 1. und 25. September/ 20. Oktober/ 10. und 24. November 2017

Kosten: 5,00 Euro pro Kind, inkl. Materialkosten

Für Flüchtlinge und Zugewanderte kostenfrei

Licht- und Sternenfunkeln im Rathaus

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Foto: Stadt Lingen

Lingen. Gemeinsam mit den Kindern und Dozentinnen der Kunstschulkurse der Ästhetischen Frühförderung eröffneten Annette Sievers, Leiterin der Kunstschule Lingen, und Oberbürgermeister Dieter Krone eine neue Ausstellung im Rathausfoyer.
„Guck mal Mama, das hier ist von mir!“ – Sätze, wie dieser erklangen im Foyer des Neuen Rathauses gleich mehrfach. Rund 20 kleine Kinder warteten mit ihren Eltern gespannt auf den Moment, als Oberbürgermeister Dieter Krone die neueste Ausstellung der Lingener Kunstschule im Rathausfoyer eröffnete. – Ausstellung der Kunstschule: Licht- und Sternenfunkeln im Lingener Rathaus.

Glanz im Rathaus
Der Name „Licht- und Sternenfunkeln“ ist dabei Programm: Leuchtende Sterne auf großflächig bemalten Hintergründen, funkelnde Schlösser sowie bunte Licht- und Weihnachtsbaumbilder bringen einen besonderen Glanz ins Rathaus.
Werke der Ästhetischen Frühförderung
Entstanden sind die Werke in den Kunstschulkursen der Ästhetischen Frühförderung in Lingen und der Außenstelle Emsbüren. Das heißt, die kleinen Künstler sind erst zwei bis sechs Jahre alt. „Auch wenn ihr noch klein seid, seid ihr schon richtig gute Künstler“, lobte Krone die Kinder und wagte einen Blick in die Zukunft: „Wer weiß, vielleicht zeichnen wir den ein oder anderen von euch, wenn ihr groß seid, sogar mit dem Lingener Kunstpreis aus.“

Wahrnehmung mit allen Sinnen

Annette Sievers, Leiterin der Kunstschule, freute sich, dass die glitzernden Kunstwerke noch bis zum 13. Januar 2017 im Foyer des Neuen Rathaus zu sehen sind. Sie erklärte, wie wichtig es sei, Kindern Raum zum Ausprobieren zu geben: „Nur so können sie vielfältige ästhetische Erfahrungen sammeln. Diese Erfahrungen sind eine wichtige Grundlage für die künftige Entwicklung und fördern die Wahrnehmung mit allen Sinnen.“ Oberbürgermeister Krone dankte der Kunstschule abschließend für ihre Arbeit und hob hervor, dass die Kunstschule für Lingen von großem Wert sei. Für ihn stand – auch mit Blick auf die aktuelle Ausstellung – fest: „Sie leisten hier erstklassige und vorbildliche Arbeit.“

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Herzlich Willkommen zum neuen Kunstschulprogramm 1/2017!

 

Verschiedenste Materialien ausprobieren, neue Techniken erlernen, vorhandene Fähigkeiten ausbauen, Raum für die eigene Kreativität finden – dazu bietet das neue Programm für Groß und Klein wieder vielfältige Anregungen. Neben bekannten und bewährten Angeboten und Kursen in der Kunstschule Lingen und den Außenstellen Baccum, Emsbüren und Spelle steckt es auch voller Neuheiten.

Das Kunstschulteam freut sich, Sie und Euch einladen zu dürfen auf eine bunte Reise durch ein ereignisreiches erstes Semester im neuen Jahr und wünscht mit dem Programm 1/2017 viel Spaß und kreative Freude.

Hier steht das programm 01/2017 als Download zur Verfügung!

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Jugend zeichnet

Arbeitsergebnisse und Fotodokumentation aus dem Kurs „Zeichnen kann man lernen“ von Paul Wessler, Fotografien von Roman Starke

13.11. – 04.12.2016
Aktionsgalerie Kunsthalle Lingen
(Kaiserstr. 10a)

Zur Eröffnung am Samstag 12. November 2016, um 16 Uhr, laden wir Sie und Euch mit Familie, Freundinnen und Freunden herzlich ein.

Begrüßung: Meike Behm
(Direktorin Kunsthalle Lingen)

Einführung: Paul Wessler
(Dozent Kunstschule und freischaffender Künstler)

 

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Kurs Ästhetische Bildung in Lingen

Wie Kinder Alltägliches mit allen Sinnen wahrnehmen

Das Kindeswohl im Blick haben von links Annette Sievers, Elke Schürhaus, Sivia Elfert, Teresa metz und Rabea Fastabend. Foto: Caroline Theiling

Lingen. Was heißt eigentlich Ästhetische Bildung? Ästhetik gilt traditionell als Theorie des Schönen und der Kunst. Geht man allerdings vom Wortursprung aus bedeutet es die Lehre von der Wahrnehmung mit allen Sinnen. Dazu bietet die Kunstschule Lingen ab September eine Fortbildung an.
„Das ‚Schöne‘ steht nicht im Mittelpunkt“, sagt Silvia Elfert, eine der Dozentinnen der Qualifizierungsmaßnahme, die sich an Fachkräfte richtet, die in der frühkindlichen Bildung in Krippen oder im Elementarbereich tätig sind. „Es geht immer um das Sinnerleben, eigenes Erforschen und Gestalten.“ Gerade in diesem Lebensabschnitt würden die Grundsätze gelegt, auf die man in der Schulzeit aufbauen könne.

Neuer Blickwinkel auf das tägliche Tun

„Durch diese Fortbildung bekommt man einen anderen Blickwinkel auf das tägliche Tun und auf die Kinder“, berichtet Rabea Fastabend, die an der letzten Maßnahme teilgenommen hat. Sie arbeitet in der Kindertagesstätte St. Michael in Lingen und hat das Erlernte schon anwenden und auch an Kolleginnen weitergeben können.

Eltern ins Boot holen

„Kinder brauchen keine Spielsachen, sondern Sachen zum Spielen,“ brachte es Teresa Metz auf den Punkt. „Wir dürfen nicht zum Entertainer für die Kinder werden“, ergänzt Elke Schürhaus, eine weitere Dozentin. „Kinder sollen lernen durch eigenes Erleben“. Gut sei es, wenn man die Eltern mit ins Boot holen könne und ihnen die Motivation nahe bringen. Denn so könne man die Kapazitäten aller ausnutzen. Es sei erwiesen, dass die Ästhetische Bildung unter anderem zum mehr Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit, aber auch zu mehr sozialer Kompetenz beitrage.

Noch Anmeldungen möglich
„Wir sind sehr stolz darauf, diesen Kurs jetzt bereits zum dritten Mal anbieten zu können“, betont Annette Sievers, Leiterin der Kunstschule in einem Gespräch mit der Redaktion. Die Maßnahme umfasst insgesamt 100 Unterrichtsstunden in Theorie und Praxis und schließt ab mit dem Zertifikat „ Fachkraft Ästhetische Bildung “. Seit 2015 liegt eine unabhängige Begutachtung dieser Fortbildung vor. Damit wurde sie auf Bachelor-Niveau eingestuft und kann auf Hochschulstudiengänge angerechnet werden. Während die ersten beiden Kurse noch vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert wurden, müssen jetzt die Teilnehmer die Kosten von 500 Euro selbst tragen.
Die nächste Fortbildung beginnt am 23. September und endet am 7. April 2017 mit einer Abschlusspräsentation. Eine Anmeldung ist noch bis zum 22. August unter Tel. 0591/4077 oder unter www.kunstschule.de möglich.